Mein Mann und ich gehören zu denen, die in den 90igern wegen dem Job in den Westen gingen. Nun haben wir es bald geschafft, und die Heimkehr ist nicht mehr in sooo unendlicher Ferne. Ich weiß von einigen ehemaligen Herzbergern, dass sie, wenn sie das Rentenalter erreicht haben, ebenfalls zurück in die Heimat wollen. Entwickelt sich Herzberg damit zu einem Ort der Rentner und Arbeitslosen? Irgendwie beunruhigt mich das ein bischen.
sicher, nur sollte da nicht nur der Profit der "altersheime" an vorderster Front stehen, sondern eine umfassende und menschenwürdige Pflege der Alten. Leider hat sich dort der Staat oft aus seiner Verantwortung herausgenommen.
Gruß
------------------------------------------------- Lernen durch Schmerz, Motivation durch Entsetzen!
Es geht doch hier nicht um Altenpflege, na sagen wir , nicht nur! Es muss viel mehr als jetzt für die Generation 60+ getan werden. Sie sind "jünger" als noch vor dreißig Jahren. Wir wollen noch was erleben. Es geht hier doch um Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten (damit meine ich nicht, dass wir 50 Supermärkte brauchen), medizinische Betreuung etc. Aber egal, wir freuen uns so oder so wieder auf Herzberg.
@isa: Was meinst Du mit mehr Freizeitangeboten, mehr Einkaufsmöglichkeiten? Das mit der medizinischen Versorgung könnte bald ein Problem darstellen. Wenn man das Alter der Ärzte hier zusammen rechnet, dann weiß man, dass man bald noch länger warten muss.
ich glaube, rentner fühlen sich hier ganz wohl. wenn ich da schon an die frühschoppen und weihnachtsfeiern denke, wo man es sich als rentner mal so richtig gut gehen lassen kann.
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen. (Chinesisches Sprichwort)
Die Ihren Lebensmittelpunkt wegen der Arbeit in die alten Bundesländer verlagert haben, werden nach 25 Jahren vielleicht nach Ostdeutschland zurückkehren, aber sie werden sich solche Orte aussuchen, wo nicht der Mond mit der Stange hin- und hergeschoben wird und sie eine ähnlich gute Infrastruktur, wie im "Westen" vorfinden. Wenn man alt ist, braucht man öfter einen Arzt oder auch mal einen Facharzt und es ist für einen Rentner sehr mühselig dafür 120km hin- und her zu fahren. Die Orte wo nur einmal am Tag ein Bus hin und her zum nächst größeren Ort fährt, dort wird sich niemand niederlassen und die Orte werden verweisen. Ob Herzberg ein Magnet für die Rentner von morgen wird, hängt sehr vom Geschick der örtlichen Politik ab, die Kreisstadt lebendig zu erhalten und eine attraktive Infrastruktur anzubieten.
Stell Dir vor, es gibt Politiker, die die "Zielgruppe" Rentner bereits als Stimmvieh für sich entdeckt haben. Spätestens, wenn diese Bevölkerungsgruppe den Deichgrafen oder seinesgleichen aufgrund mangelnder Infrastruktur (dazu zähle ich Ärzte genauso wie den ÖPNV) nicht mehr wählt, wird sich auch deren Interesse am ländlichen Raum wieder steigern. Es reicht halt nicht, wenn man die Provinz nur besucht, um aus dem eigenen Buch zu lesen. Nicht wahr Herr Platzeck?
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen. (Chinesisches Sprichwort)
wir könnten den ja über die abgerissene Elsterbrücke am Elsterwall fahren lassen. Als abgehobener (schwebender) Deichgraf dürfte das kein Problem sein.
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Es ist schon ein ergreifendes Bild, wenn man am Donnerstag das Marktgeschehen beobachtet, viele ältere Leute, vereinzelt jüngere und ganz vereinzelt noch jüngere. Aber, man glaubt es kaum, geht man auf Feiern oder Veranstaltungen, die die Massen anziehen, sind auch viele Leute über 25 ,über 30 zu sehen. Ich denke hier spielen viele Dinge zusammen, Arbeit, Familie und Freizeit unter einen Hut zu bekommen. Heut ist es so, die die Arbeit haben sind so etwas im Stress, und immer noch die Angst, allem gerecht zu werden. Leider versucht die große Koalition insbesondere die SPD und die Linke eine einheitliche Lebensperspektive für alle zu verordnen und dabei orientiert man sich leider nur an eine Zielgruppe. Was ist aber gerade mit den Jungen? Warum werden in Herzberg Veranstaltungen, vorallem wargenommen um einem König (Platzeck) zu huldigen, als z.B. Angebote, die junge Leute für junge Leute organisiert haben. Schade, Schade! - und das alles an einem Tag.
Guter Eintrag,Weilheimer! Wenn wir keine familären Bindungen in Herzberg hätten, wer weiß, wo es uns dann hinverschlagen würde. Das Thema Ärzte macht uns dabei wikrlich Sorgen. Diejenigen, die jetzt noch praktizieren, sind dann ebenfalls im Rentenalter. Und wenn dann niemand die Praxen übernehmen will, sieht es sehr düster aus. Kann man nur hofen, man wird nicht krank. :o(